Freitag, 15. April 2016

Zügel aus Biothane selbst gemacht

Als notorische Selbermacherin schweben mir schon lange diverse DIY rund um mein Lieblingstier, dem Pferd vor.

Neben einer selbstgenähten Satteldecke und diversen misslungenen Knüpfversuchen aus meiner Kindheit, darf ich nun also auch den Versuch selbstgemachter Zügel vorzeigen. 

Dieses Mal hat es sich auch absolut gelohnt. Der Preis war ein wunderschönes, tussiges Indianerpony. 
Das kleine Pony ist meine Reitbeteiligung Shakira und ein Mix aus Welsh und Araber und seit einiger Zeit mein Begleiter auf den Streifzügen durch den Wald. 

Vorgeschwebt hatte mir eigentlich ein dunkles Beerenfarben, aber leider gab es das Material in der Farbe nicht. Für Biothane habe ich mich nach einer kurzen Googlesuche entschieden. Für mich ein wirklich gute Wahl. Sehr strapazierfähig, leicht zu reinigen, weicher als Leder und gut zu verarbeiten. Dazu noch sehr langlebig und in vielen Farben erhältlich. (nur nicht beere)

Für Zügel würde ich eine Breite von 16- 20 mm empfehlen. Ein Kopfstück bräuchte 12 mm Breite. 
Die Dicke von 2,5 mm ist die richtige Wahl, damit es durch die Schrauben mit 5 mm Füllhöhe zusammengehalten werden kann. 

Für einen Zügel braucht ihr also:

2 Karabiner
4 Chicagoschrauben
3 m Biothane 16 mm (oder etwas stärker) breit und 1,2 mm dick

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Ausserdem braucht ihr eine Lochzange. Meine Aldizange hat noch nie auch nur ein Loch irgendwo hineinstanzen können. Ich habe daher meine Prymzange genommen und immer drei sehr leicht versetzte Löcher gestanzt, damit die Löcher ausreichend breit für die Schrauben waren. 

Eine Nähmaschine ist nicht zwingend erforderlich, aber sicherlich nicht verkehrt. Ihr müsst bedenken, dass eure Maschine den Nähfuss sicherlich 1,5 cm heben muss, damit das Material darunter passt. Ich hatte keine Probleme mit dem Durchstich oder Transport, nähe aber auch mit einer Halbindustriemaschine.
Ein Teflonfuss oder etwas Backpapier unter dem Nähfuss helfen beim Transport. 


Nehme dir ein Ende des Zügels vor und runde die Ecke etwas ab. Anschließend markiere dir vom Ende her folgende Punkte: 2 cm, 12 cm, 22 cm und 32 cm  und stanze dort ein Loch in die Mitte. Wiederhole das auch am anderen Ende des Zügels. 

Nun fädle den Karabinerhaken zwischen Loch zwei und drei und klappe das Ende um. Nun liegen die vier Löcher paarweise aufeinander und du kannst die Schrauben durchstecken. Achte darauf, dass die Seite der Schraube mit dem Schlitz nach Innen schaut, damit dann später die Aussenseite des Zügels möglichst sauber aussieht. Die Gegenseite des Zügels arbeitest du genauso, achte aber auch hier darauf, dass das umgeklappte Ende auf der selben Zügelseite liegt.


Zweite Schraube noch festdrehen und wenn du kein Vertrauen in die Schrauben hast, am besten mit einer kleinen Naht mit der Nähmaschine sichern. Ich habe herausgefunden, dass das nicht ganz professionell ist und ein Sattler nun sicher mit den Augen rollen würde. Eine richtige Sattlernaht würde anders aussehen, ich werde darauf aber hier nicht eingehen. 

So, Zügel fertig. Ging doch sehr flott, da könnte man glatt in Massenproduktion gehen. Die Trense liegt schon hier fertig, allerdings muss ich noch ein neues Gebiss kaufen, und irgendwie... war ich bisher zu faul.

Liebe Grüsse Annika

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