Freitag, 27. November 2015

Invasion der Fruchtfliegen - Fruchtfliegenfalle

Eigentlich ist ja gerade nicht die typische Jahreszeit für viele Fruchtfliegen. Aber als ich letztens übers Wochenende weg war, hat mein Mann zwar erstklassig die Kinder gebändigt, aber derweil die Kontrolle über die Obstschale verloren. Also war dann gleich die schnelle Fruchtfliegenfalle gefragt. 

Du brauchst:
-Wasser
-Essig
(Kann man übrigens ganz einfach selber machen, meiner reift aber gerade noch. Ich habe dieses Rezept verwendet, auf dem Blog lohnt es sich übrigens mal zu stöbern, da gibt es ganz viele schöne und einfache Rezepte.)
-Saft 
-ein Glas 
-einen Esslöffel
-Spüli


 Drei Esslöffel Wasser, zwei Esslöffel Saft, einen Esslöffel Essig mit einem Tropfen Spüli in dem Glas verrühren.


Schon fertig!
Vor diesem Foto war der Akku der Kamera leer und bis der wieder aufgeladen war, hatten sich schon die ersten Fruchtfliegen eingefunden. Was mich zuerst total genervt hat, hat sich dann also im nachhinein als gar nicht so schlecht herausgestellt...

MülliFeechen

Sonntag, 22. November 2015

MülliFeechen und der Schmusi

Moment mal, wer oder was ist MülliFeechen und wer ist der Schmusi?

MülliFeechen bin ich und zum Schmusi komme ich später noch. Im wirklichen Leben heiße ich Frauke, ich bin verheiratet und Mama von zwei Kindern (genannt der Große und die Kleine). Beim gemeinsamen Nähwochenende konnten Anni und Danni mich endlich davon überzeugen, sie hier beim bloggen zu unterstützen (und nein sie mussten mich weder festhalten und kitzeln, noch mir meine Nähmaschine wegnehmen...).

Blogs sind für mich eine ganz tolle Inspirationsquelle beim Selbermachen und jetzt hoffe ich, auch andere mit meinen Ideen/Umsetzungen zu inspirieren. 

Was mache ich eigentlich alles so? Ich bin gewissermaßen ein Allrounder beim Selbermachen, von allem ein bisschen und das schon immer. Außer das nähen, das konnte ich lustigerweise früher überhaupt nicht ausstehen, mit der Nähmaschine meiner Mutter wurde ich überhaupt nicht warm und dachte dann lange Zeit nähen wäre immer so schrecklich wie mit dieser Nähmaschine. So wanderte die beim Hauskauf miterworbene Nähmaschine auch erstmal auf den Dachboden, bis ich eines Tages (natürlich abends um 10 Uhr) plötzlich den Einfall hatte, jetzt nähe ich mir was. Der verdatterte Mann hat also ohne großes Murren und Fragen mitgeschleppt (es handelt sich um eine alte Veritas Schranknähmaschine, das hatte ich noch nicht erwähnt), tja und seit eben diesem Abend vor knapp vier Jahren gehört das Nähen zu meinen Lieblingshobbies.

 Eine andere Lieblingsbeschäftigung, die den Vorteil hat, das man vieles hierbei auch gemeinsam mit Kindern machen kann, ist selbstgemachtes für Küche und Haushalt, sowie Naturkosmetik herstellen. Warum ich das alles mache? Das hat verschiedene Gründe, manchmal ist es gesünder, manchmal günstiger, manchmal verwertet es Dinge aus dem Garten, manchmal vermeidet es Müll und eines macht es immer: Spaß! 

Ihr werdet also ganz bunt gemischt davon lesen, was ich so ausprobiert und gemacht habe.




Und jetzt habe ich euch ja noch den Schmusi mitgebracht, das ist er:


Hinter dem Schmusi verbirgt sich das, was man im Laden unter dem Namen Smoothie kaufen kann (meist teuer und in kleinen Plastikflaschen verpackt). Bei diesem Namen tue schon ich mir schwer mit der Aussprache und als ich dann vor einiger Zeit mal die Bezeichnung Schmusi in einer Kinderzeitschrift dafür gelesen habe, war klar das er von nun an hier auch so heißt.


Und so einfach kannst du deinen persönlichen Schmusi (bei mir schmeckts auch jedes Mal ein bisschen anders) machen: Du nimmst ganz nach deinem Geschmack verschiedenes Obst, im Winter nehme ich oft Tiefkühlbeeren dazu, im Sommer frische aus dem Garten. Damit der Schmusi gut trinkbar wird, sollte auch saftiges Obst dabei sein. Wenn er nach dem pürieren noch zu fest ist, tue ich einfach noch etwas Wasser oder Fruchtsaft dazu und mixe nochmal durch.



Alles Obst grob schneiden und in den Standmixer füllen (wer keinen hat, es geht in kleineren Mengen natürlich auch gut mit dem Pürierstab) und durchmixen.
Schmeckt einfach super lecker und auch Kinder vertilgen so eine Menge Obst (sie haben tatsächlich während ich mir die Kamera für diese Fotos geholt habe, die bereitstehenden Schmusis schon angetrunken...), ist ganz schnell und günstig gemacht und man vermeidet eine Menge Verpackungsmüll. Für unterwegs habe ich leere Gläser (von gekauften Smoothies), die ich immer wieder befüllen kann.

Viel Spaß beim Nachmachen und lasst es euch schmecken!
MülliFeechen





Donnerstag, 19. November 2015

Werbung "SUPERCRAFT"

Nun lag das Buch "Supercraft - kreative Projekte für 52 Wochenenden" nun schon eine Weile auf meinem Schreibtisch, ehe ich es heute hier vorstelle. Das liegt nicht daran, dass es mich langweilte, sondern eher, dass ich den festen Vorsatz hatte, einige Projekte selbst auszuprobieren, und sie direkt mit euch zu teilen.

Daraus wurde nichts, denn ich bin ein Mensch, der sich sehr schnell für etwas begeistert und wenn ich es nicht auch sehr schnell umsetze, wieder sehr schnell das Interesse verliert.

Die Autorinen Sophie Pester und Catharina Bruns schreiben, dass sie dieses Buch geschrieben haben, damit sie mehr Menschen zum Selbstmachen animieren können. Sie finden, das es nicht nur glücklich macht, sondern wirklich ein Bedürfniss ist, mit den Händen zu schaffen.

Dem kann ich nur voll umfänglich zustimmen.  Genau das predige ich auch immer.

Das Buch ist dieses Mal kein reines Nähbuch, wenn auch Nähprojekte vorkommen, aber es wird gleichermaßen gebastelt, gewerkelt wie mit Wolle und Beton gearbeitet.
Es wirkt auf mich wie ein Erwachsenen-Lifestyle-Bastelbuch mit wirklich ausgefallenen Ideen.

Jedes Projekt ist einzeln vorgestellt und mit einer bebilderten Anleitung versehen. Die benötigten Vorlagen, lassen sich aus dem Buch abpausen.
Die Projekte sind auf die verschiedenen Jahreszeiten aufgeteilt, sodass der Vorsatz "jedes Wochenende ein Projekt" wirklich passt.
Ebenfalls finden sich hier bebilderte "Grundkurse" zum Thema Stricken, Häkeln und Nähen.

Insgesamt lässt sich sagen, dass sowohl der Bastelanfänger, als auch der DIY-König wohl seine passenden Projekte finden wird.

Was ich immer etwas schade finde ist, wenn exotische Materialen benötigt werden: kleine Umschläge aus Furnierpapier, Kapa Platten und Zahlen aus Holz ergeben sicherlich einen wirklich schönen Advendskalender. Aber ich wüsste nicht einmal, wo ich eine "Kapa-Platte" finden würde, geschweige denn, was das überhaupt ist.

So sind da zwar einige wirklich schöne Projekte beschrieben, aber sie passen nicht zu meiner "Jetz und Sofort"- Mentalität. Ich weiss, das mag auf dem ersten Blick kindlich klingen. Aber einen Abend lang Utensilien in 10 Bastelshops zu bestellen ist mir zu lang.

Wem ich das Buch empfehlen würde, wären sicherlich Grossstädtler. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es in einer Stadt wie Frankfurt ein Kinderspiel ist, diese Materialien zeitnah zu besorgen. Insgesamt passt der Stil des Buchen auch unglaublich gut zu modernen, trendbewussten Frauen.
Oder Aber Frauen, die gerne ausgefallene Sachen basteln und etwas mehr Ruhe haben als ich. Denn ich  muss sagen, es sind wirklich Projekte drin, die ich so noch nie gesehen habe. Oder könnt ihr euch etwas unter einem "Schmuckgarten" vorstellen?

Mit knapp 17€ finde ich das Buch (Hardcover mit 175 Seiten) doch relativ günstig. Kaufen könnt ihr es hier.

Und weil das Buch zu mir als Landhaus-Muddi nicht so ganz passt, werde ich es gerne im kommenden Probenähen verlosen. Wie genau, muss ich mir noch überlegen.


AnniNanni

Montag, 16. November 2015

Freebookankündigung und Probenäher und Probeplotterer gesucht

Den sinkenden Facebookreichweiten zum Trotz, investieren wir hier mal wieder in den Blog:

Gerade als der Blog auf seinem bisherigem Höhepunkt war, haben wir fast aufgehört zu bloggen. Nun aber, da das bloggen auf Facebook immer weniger Leute erreicht, werden wir wieder vermehrt auf dem Blog zu lesen geben.

Um das Angebot für euch etwas vielseitiger zu gestalten, wird ab nun eine weitere Freundin von Danni und mir hier ihr Wissen und ihr Erlebtes mit euch teilen. Sie deckt mit Selbsgemachten aus der Küche, Naturkosmetik und noch einigem mehr eine ganz neue Spate ab. Aber ich denke, sie wird sich bald selbst vorstellen.

Wir haben uns etwas Schönes überlegt: Eine Freebookreihe zum Nähenlernen.

Es wird demnächst ein Basisshirt veröffentlicht und daran weiter immer mehr Übungen geknüpft. Bereits vorbereitet ist zum Beispiel diese Tunikaerweiterung, mit samt der Streifenversäuberung.

So möchten wir vor allem Mütter animieren sich hinter die Nähmaschine zu klemmen und mit uns zusammen das Nähen zu erlernen.

Ausserdem hat die liebe Danni Hanni den Zeichenstift geschwungen, ich habe die Bilder digitalisiert und als Plotterdateien umgewandet. Sodass es nun auch Bastel- und Bügelfolien Freebies für den Plotter geben wird.

Den Anfang wird diese Prinzessin machen, die mit mehreren Kleider eingekleidet werden kann. Natürlich muss sie nicht aus Bügelfolie geplottet werden. Schön aus Bastelkarton vorbereitet, gibt das eine nette nachmittags Klebebeschäftigung für unsere Kinder.

Aber auch das Diadem für die Mütze wird sicher bald folgen.

Wir suchen also nun für ein festes Probenäh - und plotterteam einige Näherinnen, die ein Kind in der Gr. 80 - 164 haben und gerne langfristig mit und zusammen testen wollen. Es kann sich sowohl für das Plotterteam, als auch für das Nähteam beworben werden.

Bitte bewerbt euch unter diesem Post als Kommentar. Wer sich anonym bewirbt, sollte auf jeden Fall eine eMail Adresse angeben.

AnniNanni








Donnerstag, 12. November 2015

AnniNanni Hose V


Für die Anleitung brauchte ich neue Fotos für den Fakeschlitz. Mit der ersten Variante war ich dann gar nicht zufrieden und überlegte mir etwas Neues.

Für ihren Geschmack etwas zu blau, aber mit den passenden Ketten und ein paar eingedrehten Locken, entstand dann doch der perfekte Prinzessinnenlook.

Die Hose habe ich aus gepunktetem Cord genäht. Es ist für das eBook nicht nötig, dass der Stoff dehnbar ist.

Mit Taschen vorne, hinten und auf der Seite. Die Hose ist im passendem Landhausstil bestickt, denn die Borte habe ich von der Freundin meiner Oma, die sie wohl in einem Trachtenausverkauf erstanden hat. 


Alle Nähte sind mit einem Flatlockstich farblich abgesetzt. Gerade bei kleinen Grössen mag ich das sehr gerne, es macht die Hose irgendwie noch kleiner :D





AnniNanni

Verlinkt bei Kiddikram und Meitlisache

Dienstag, 10. November 2015

AnniNanni Kinderhose Veröffentlichung

Nach drei Probenähdurchgängen und der Entscheidung, die Grössen ab 134 nicht unisex zu halten, sondern später getrennt für Jungs und Mädchen herauszubringen, hat es das eBook endlich geschafft.

Ab heute findet ihr das eBook AnniNanni Kinderhose auf Makerist und Dawanda.

( Für mich als Verkäufer ist Makerist das wesentlich bessere Portal, ich würde mich freuen, wenn ihr dort kauft)


AnniNanni

Montag, 9. November 2015

Wölflinswiler Herbst und AnniNanni Kinderhose IV


Dies ist hier der 3. und letzte Teil der Herbtbilder vom letzten Donnerstag. 

Tildas Hose und das süsse Pony habe ich bereits vorgestellt, heute möchte ich euch noch von Florins Hose berichten. 

Aus gut abgelagertem Babycord aus der Stoffkiste, mit Knieflicken (nicht im eBook enthalten), vorderen - und Potaschen und einem Fakeverschluss. 


Das Shirt ist wieder ein Schnitt aus der Ottobre, allerdings um einiges verkürzt und verschmälert es sah aus, wie ein Nachthemd. Den Fuchs habe ich aus dem Sillouettestore und bin froh, dass ich den Fuchs noch einmal auf Kinderkleidung unterbringen konnte, bevor er wirklich jedem aus dem Hals raus hängt. :D

Kuscheln mit der Schwester (und das ist nicht gestellt, sie haben das freiwillig gemacht)

Auf der Schaukel (das ist auch nicht gestellt..haha)


Traumhafter Herbst

 Wer findet die Kinder?



Morgen erscheint dann das Kinderhosen eBook. Es wird erstmal in folgenden Grössen erscheinen: 86 - 128

Ihr benötigt einen 8 cm oder 10 cm Reissverschluss mit groben Zähnen. Je nach dem, was euer Nähgeschäft hergibt.
Entsprechend dem Hüftumfang (Länge) x 2-3 cm breiten Gummi oder Knopflochgummi
30 cm Stoff für die Taschen, falls sie in einer anderen Farbe genäht werden sollen.
1 Druckknopf oder Knopf
2 Knöpfe, falls ein verstellbarer Bund genäht wird
Stoff:

Grösse
Stoffverbrauch Oberstoff Gerade / Schlaghose
86
50
92
55
98
60
104
65
110
70
116
75
122
80
128
85

 Die Hose kann aus allen robusten Stoffen genäht werden. Ist dein Stoff besonders dick und steiff, wähle eine Grösse breiter. Zum Beispiel bei Softshell. Wie du das machst, ist vorab erklärt.
Es ist nicht zwingend nötig, dass der Stoff dehnbar ist, aber ein Stretchanteil im Stoff erhöht den Tragekomfort. Hier würden sich zum Beispiel Stretchjeans, Stretchcord oder Canvas mit Stretch anbieten.
Wunderschöne Stoffe gibt es für alle Schweizer bei der Stoffkiste.
Und wer aus Deutschland bestellt, der bekommt eine grandiose Auswahl bei Alles-für-Selbermacher.

AnniNanni

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Sonntag, 8. November 2015

AnniNanni Kinderhose III

Nun die versprochenen Bilder zur Hose.

Genäht habe ich die Hose als Schlaghose. Es gibt sie allerdings noch mit geradem Bein.
Tilda hängt von den Massen her zwischen Gr. 104 und 110, die Hose ist nun eine 110, wobei sie noch etwas reichlich ist. Die 104 passt ihr genau, allerdings besitzt sie nun genug Hosen in dieser Grösse und da ich sie nur für die Fotos und nicht mehr für die  Passformkontrolle brauchte, durfte sie etwas weiter sein.

Das Schnittmuster ist so angeordnet, dass man leicht in der Weite eine andere Grösse zuschneiden kann, als in der Länge, so kann man das Schnittmuster gleichermassen für den langen Schlanken, als auch für den kleinen Moppel nähen.
Die Hose ist mit einem "echten" Hosenreissverschluss versehen und besitzt einen verstellbaren Bund. Es ist erstaunlich einfach das umzusetzen und wurde im Probenähen sogar von Nähanfängern genäht. Für alle weniger mutigen, gibt es aber auch eine Variante mit Fakeverschluss und Gummibund, der dann wirklich sehr einfach zu nähen ist.



Urspünglich hatte ich diesen dehnbaren Hosenstoff für mich gekauft, aber als er nun wochenlang vor mir lag, verging mir der Mut zu so etwas Bundem.

Das Pony reite eigentlich ich , aber es ist so furchtbar dekorativ, da musst es als requisite herhalten :D


Der Pulli ist aus der Ottobre und mit angesetztem Schösschen. Ich hab den Stoff unten nicht versäumt, sondern alle 2 cm eingeschnitten, danach an  dem Streifen feste gezogen, sodass er sich zusammenrollte. 


Die Stickdatei habe ich mir bei Kunterbuntdesign gekauft und nun schon viel Male gestickt. 



Die Paspel für Umrandung der Webbänder, hatte ich mir am Tag zuvor selbst gemacht. Eigentlich zum Verschenken, aber dann passte sie viel zu gut zur Hose. 

Die Nähte sind allesamt mit neonfarbenem Garn abgesteppt. aus dem Taschen baumeln gestickte Jolytags von Huups.


Insgesamt also eine leicht überladene Hose, aber ich finde mit vier Jahren darf es nochmal so richtig kitschig sein, bevor es dann immer schlichter wird. 



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Donnerstag, 5. November 2015

Wenn ich euch nun noch sage...

... das in Hintergrund Alphörner klangen, glaubt mir das kein Mensch mehr. Es ist aber wahr.


Heute bin ich mit den zwei Kleinen und einer ziemlich genauen Vorstellung, wie die Fotos auszusehen haben, zu meiner einen Reitbeteiligung gefahren. Die Fotos wurden leider nicht so, wie ich sie mir vorstellte, aber wir hatten dafür sehr viel Spass.
Etwas ausserhalb unseres Dorfes, auf einem wunderschönem Hügel, ergab sich diese Idylle. Und die Fotos beim Spielen sind nicht einmal gestellt.

Wirklich Kitsch pur. Daher ohne viel Text heute vor allem viel Bild.

Morgen gibt es dann Teil II und danach Teil III mit mehr Infos.






AnniNanni

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Mittwoch, 4. November 2015

Geschickt eingefädelt


Wie viele andere Hobbyschneiderinnen, schaute auch ich gestern die neu gestartete Nähshow "Geschickt eingefädelt". Zuerst ganz begeistert von der Idee und mit der Hoffnung auf Inspiration und der Neugierde, wie man Nähen wohl als Show ausarbeiten kann, schaltete ich also eine halbe Stunde zu spät ein. Gut verfügt mein Fernseher über die Replayfunktion, denn so konnte ich alle Werbeblöcke überspulen.

Was mich freute war, dass alle Kandidaten fair dargestellt wurden, es gab keine Provokationen, zur Schaustellungen von Fehlern, Zickereien oder Dummheiten.
Die Kandidaten wurden offensichtlich so ausgewählt, dass alle Arten des "Weshalb-ich-nähe" abgedeckt waren. Ein wenig wunderte es mich aber doch, dass es tatsächlich keine der bekannten Nähbloggerinnen in die Show geschafft hatte. Dafür aber viel Wischi-Waschi-Gerede-Wir-haben-uns-alle-lieb.

Doch schon die erste Aufgabe mutete mir arg verstaubt an. Es galt einen Bleistiftrock nach Schnitt und Anleitung umzusetzen...ehrlich? LANGWEILIG! Da die Kanditaten auch nur eine recht begrenzte Zeit zur Verfügung hatten, blieb natürlich sämtliche Kreativität auf der Strecke. Mit schulmeisterlichen Blicken wurden dann die Nähte geprüft und der Saum musste aufwändig per Hand vernäht werden. schöne Stoffe sah ich in keinem der Regale.

Als zweites Nähprojekt wurde ein altes Herrenhemd upcyclet und hier sollte die kreative Ader der Kandidaten zum Ausdruck kommen, aber alles, was bei mir zum Ausdruck kam war: Hier wird genau das veraltete Bild des Nähens gezeigt, weswegen einst die Frauen aufhörten zu nähen. Akkurates Nähen nach strenger Anleitung und langweilige Stoffe, die zu rein gar nichts einladen.

Es wurde einfach keine Freude vermittelt.  Vielleicht macht es der Einen unter 100 Lust alte Opa-Hemden zu recyclen, aber der Grund, weshalb so viele Frauen wieder nähen ist doch auch, dass die neuen Stoffe so wunderbar einladend sind, dass einem schon beim ansehen 100 Ideen durch den Kopf gehen.

Als ich vor 15 Jahren in der Schule zu nähen lernte war der einzige Fokus der Arbeit auf der möglichst exakten Ausführung der Nähschritte. Einerseits verständlich, denn an irgendetwas muss man eine Note ja fest machen, andererseits war das ein reines Handwerk und hatte nichts mit Freude oder Kreativität zu tun. Die Stoffauswahl in dem kleinen Nähgeschäft im Ort war so beschränkt und wurde offensichtlich nur für Frauen jenseits der 60 produziert, dass ich mich für den Stoff schämte, den ich zum Verarbeiten bekam.

Auch in den kommenden Jahren versuchte ich immer wieder mir eigene Kleider zu nähen. Führte ich mein Kleidungsstück jemanden vor, war der erste Griff an den Rocksaum, um meine Nähte zu kontrollieren und mir dann meistens mitzuteilen, dass sie nicht sonderlich ordentlich wären.

Erst einige Zeit später, nach der Geburt meines ersten Sohnes, (gut ich gebe zu, ich habe doch recht jung Kinder bekommen), endeckte ich Nähblogs und den, sich leise andeutenden, Nähtrend im Internet. So war es für mich massgeblich Farbenmix, deren Stoffe, Schnitte, Plotterbilder und Webbänder, die das Nähen zu dem geführt haben was es heute ist: individuell und voller Schaffensfreude.

Wenn ich mir die Werke anderer Blogger, Näherinnen und Mütter ansehe fallen mir einige Gemeinsamkeiten auf. Die meisten fangen in der Elternzeit an zu nähen, sind junge Mütter, die das individuelle lieben, nicht das im Laden finden, was sie gerne kaufen würden, merken, dass kreatives Schaffen unendliche Entspannung bringt, dass das fertige Stück einen voller Stolz erfüllt und einen Glücklich macht. Viele empfinden nach dem Nähe wirklich Glück, keinen kurzweiligen Spass, sondern das wonach alle suchen: Zufriedenheit.

Und dann knallt uns die Jury ihre Meinung dazu hin! Achtung: Ne Naht passt nicht exakt auf eine Andere!
Das ist, als ob einem Kind sein Luftballon mit einer Zigarette zerplatzt wird.

Schon allein die Idee, aus Nähen einen Wettbewerb zu machen, ist für mich wie ein Wett-Wellnessen.
Ja, ich finde durchaus, dass man Endprodukte in einen Wettbewerb schicken kann, aber den Weg dahin noch als Wettbewerb zu verpacken, ist für mich das reinste Grauen. "Nähen" und "Show" sind für mich Sachen, die beinahe gegensätzliche Gefühle hervorrufen.

Ich will nicht sagen, dass es unwichtig ist, wie genäht wird, oder dass ich es genissen würde 10 Langarmshirts auf einmal zu zuschneiden. Der Fokus soll nicht komplett auf dem Endprodukt liegen, sondern gleichermaßen in der Schaffenskraft aber diese soll auch wirklich Freude machen und nicht Angst davor etwas falsch zu machen.

Und noch etwas fand ich befremdlich: Es war die ganze Zeit die Rede von "Mode".

Aber nahezu jedes Teil, das ich in Facebookgruppen und Blog sehe, entspricht überhaupt nicht der derzeitigen Mode. Ja, es gibt Trends, aber niemand schert sich um Mode. Die Meisten nähen ja gerade, weil es eben dieses Kleidungsstück so nicht zu kaufen gibt. Oder weil die derzeitige Mode so figurunfreundliche Kleider herausbringt.
Ich finde es wichtig, sich von unnützen Konventionen zu lösen. Es ist nicht nötig modern zu sein. Ich darf ich selbst sein. Ich darf sagen, was mir gefällt, ob es nun modern ist oder nicht. Ich darf die Kleider tragen, die meiner Figur schmeicheln. Ich darf mich in Kleider wohl fühlen, die absolut unmodern sind. Und wenn wir das verstanden haben, werden wir auch endlich wieder für unsere Kinder, jenseits der Gr. 128 nähen dürfen.

Ich werde die nächsten Sendungen auch wieder versuchen zu schauen und bin gespannt, wie es weiter geht.
Und ausserdem bin ich auf eure Meinung zu der Sendung gespannt.

AnniNanni

Dienstag, 3. November 2015

AnniNanni Kinderhose II

In den letzten drei Tagen habe ich drei Kinderhosen genäht. Das eBook war nun so lange namenlos, dass ich mich an AnniNanni Kinderhose schon fast gewöhnt habe. Den optimalen Namen habe ich noch nicht gefunden, bin also noch für Vorschläge offen.

Wieder ganz schlicht (es wurde eine Anleitungshose). Mit geradem Bein und ohne Schnickschnack. (aber ich verspreche, die nächste Hose hat dafür um so mehr)

Mein Sohn ist ja nun schon etwas älter und ich muss die niedlichen Kinderstoffe dezent einsetzen. Der Pulli stiess nur auf sehr halbherzige Begeisterung. Die Hose wurde dann als "Sommerhose, aber eigentlich ganz schön" abgetan. Für nen Franken hat er sich dann aber doch ablichten lassen und die Hose wurde danach dann doch anbehalten. 



Es wird ziemlich viele verschiedene Taschenformen geben. Neben einem Fuchs und allen möglichen Standardtaschen, auch diese hier.


 Vorne mit Reissverschluss und Knopf
 Innen mit verstellbarem Bund
Nur die Katze bleibt bei uns. 
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