Donnerstag, 5. Februar 2015

Von Rabenmüttern und anderen Nebelkrähen 3.0

..oder die Kunst ein Einhorn zu reiten

6:30 
Der Wecker klingelt ... zuspät sich aus dem Bett zu schleichen ohne dass eines der Kinder wach wird und zu früh auf zustehen. 

7:00
Kleine Füße in Größe 25 wecken mich liebevoll mit einem Tritt ins Gesicht. Autsch!
Ich drehe mich links, ich drehe mich rechts. Nein, es hilft Nichts. Ich kann ihn nicht ignorieren.
Aufstehen.

7:05
Unten in der Küche angekommen wird sofort nach Haferflocken verlangt.
Ich brauch meinen Kaffee.

7:30
Fussboden mit Haferflocken bedeckt? Erledigt! 
Milch über den Schlafanzug gekippt? Erledigt!
Ab ins Bad zum Pseudo Zähneputzen, dass Mama bewachen muss.

7:45
Alle 3 verschwinden nach Oben um die letzten Minuten für ihre Playmobilsucht
zunutzen. Ich höre sie spielen. 
Zeit endlich den kalten Kaffee aus dem Becher zuschlürfen und das Baby zu stillen, 
zu wickeln und zu waschen.


8:15
Das große Tochterkind macht sich fertig für den Bus.

8:15 - 9:00
Ich dusche mich, immer mit dem Gedanken nun viel Zeit zu haben..
dann plötzlich HEKTIK und PANIK!
Wir kommen zu SPÄT!

9:00
Wir stürmen zum Auto und ich kann mich innerlich selbst nicht leiden, dass ich diese
Strecke nicht zu Fuß zurück lege. 

9:05
In windeseile werden die Kinder für ihre Gruppenräume fertig gemacht und mit Bussi Bussi verabschiedet. Mit meinen Zottelhaaren und dem Mama-Schlabber-Look studiere ich
noch die Info-tafel und weiß, dass ich spätestens ZuHause sowieso alles wieder vergessen habe.
Aber ich bin ja nicht doof. Meine Vergesslichkeit nutze ich
 um den Kontakt zu den anderen Mamas zu pflegen.

9:30 
Wieder Daheim und in Mühe durch das Haus zu fliegen und Ordnung zuschaffen.
Untere Schublade der Spülmaschine ausräumen. Sich einen Kaffee drücken. 
AnniNanni schnell eine Whatsapp schicken. Im Wohnzimmer die Sofakissen aufschütteln um danach die Waschmaschine anzustellen. Geschirrspüler weite rausräumen und an dem erkalteten Kaffee nippen, den ich vergessen hatte

nun passiert echte Magie....!
Denn plötzlich ist schon wieder

 12:00 
und das Tochterkind kommt aus der Schule und
die Buben wollen aus dem KiGa abgeholt werden.

Und ich nehme mir schon wieder vor, MORGEN - ja Morgen, da stehe ich früher auf :-)

Manchmal würde ich sogar gar nicht aufstehen  wollen. Besonders dann, wenn mich die verrückten Einhörner und Elfen aus meinem Kopf mal wieder nicht haben ruhen lassen.
Dauernd bringen sie mich auf Ideen, die ich noch tuen könnte und was wohl eine bessere Alternative wäre zu.... (zu ALLLEM) 

Den ganzen Tag über quäle ich mich meinen Haushalt zu erledigen. Und ich denke aber dauernd nur "EINHORN"  ... Und es zermürbt mich.
Ich würde es gerne aus meinem Kopf lassen und mit ihm über den Regenbogen galoppieren :-D
Wiiiieher... Leider ist das Einhorn sehr sadistisch und quält mich.
Es bringt mir schlechte Laune und macht ich unzufrieden. Mir kommt es vor, als ob :

Jeder weitaus mehr auf Reihe bekommt!
 Jeder mehr Zeit hat wie!
Jeder Schöneres tut!
Jeder toll backt!
Jeder völlig entspannt in einer Bullerbü Idylle lebt!

Nur Ich falle über Legosteine und sehe die Kinder vor lauter Playmobil nicht!

Plums und im wilden Galopp wirft mein Einhorn mich schließlich ab!
Der Boden der Tatsache tut wirklich weh am Popo.
Bevor ich vollkommen resigniere, na gut ab und zu fluche ich auch und jammere keine Zeit zu haben.. habe ich mir etwas in meiner Gedankenfabrik zusammen
gebastelt. Nämlich meinen Kopf-Kalender oder auch "Wie man ein Einhorn reitet"

Die 5 Regeln der glücklichen Kreativität

Sei organisiert:

Bevor dein Kopf auseinander platzt, weil sich zu viele Ideen in deinem Kopf tummeln
und jeder der davon der erste sein will - lege dir ein kleines Notizbüchlein an.
Leg es dir griffbereit hin und immer wenn du einen Anflug einer Idee hast, schreib es nieder.
Denn ist es zu Blatte, ist es auch meist aus deinem Kopf.

Setz Prioritäten:

Sieh dir an, was du alles so gesammelt hast in deinem Büchlein. Nun streiche dir an, was dir besonders wichtig ist und was weniger wichtig. (Z.B. musst du terminlich irgendwas fertig bekommen oder ist etwas lediglich ein schöner Zeitvertreib und kann von der Dringlichkeit warten?)

Setz dir Ziele:

Jeder hat Träume und Wünsche. Aber wir sollten unterscheiden lernen, ob diese realistisch sind oder uns nur unzufrieden stimmen, da wir schon im Vorfeld wissen, dieses gesteckte Ziel niemals zu erlangen. (Mein Beispiel: Ich träume seit Kindheitstagen von einem eigenen Pferd und habe mir einen Plan erstellt wie ich dieses Ziel erreichen kann. Ist das kleinste Kind im Kindergartenalter möchte ich nebenher Arbeiten und so die Einstellerkostetn tragen = ich werde es wagen. Verlieren kann ich immer. aber Gewinnen nicht, wenn ich nie versuchte)

Sei Dir eine Freundin

Belüg dich nicht indem du versuchst etwas zutun, nur um anderen zugefallen. Zu Glänzen oder besonders Schlagfertig und Organisiert zu sein. Sei du selbst mit Bad-unicorn-days und belohn dich indem du dir selbst verzeihst wenn du auch mal chips-muffelnd und so garnichts tuend Abends auf dem Sofa sitzt. Das brauchst du auch und ist keinesfalls eine Schwäche. Gönn dir das :-)
Immerhin liebt das Einhorn Chips und Schoki :-D Yammi

Sei Anderen ein Freund

Jeder braucht einen Gegenspieler für einen gekonnten Schlagabtausch. Da fließen die Ideen und da steigt die Motivation. Niemand versteht dich mehr und Niemand kann so fühlen wie du.
Wir wollen realistische Freunde, Freunde die uns zeigen, dass nicht immer alles rosarot ist.
Dass nicht JEDER alles besser kann und macht!

Und zum Schluss:

 Ja verdammt nochmal zu

dreckigen Böden
zerkrumpelten Sofakissen
Spielzeug auf den Böden

- denn hier leben und lieben wir :-)
Wir und unser unperfektes Einhorn.



Ich bin dann mal meditieren ;-) 

DanniHanni


verlinkt zu RUMS

Kommentare:

  1. Du hast das so toll geschrieben! Ich hab mich da auch drin wieder erkannt ;)

    Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. :) SChön, dein beitrag hat mir ein schmunzeln aufs Gesicht gemalt ;)

    Btw - tolles Outfit ;)

    Ganz lieben Gruß und tollen Donnerstag :)
    Kathrin

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  2. Jawohl, was für ein toller Artikel.... Der spricht mir so richtig aus dem Herzen, und sicher nicht nur mir! danke dafür!

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  3. DAUMEN HOCH!!!
    Mir geht es ganz oft so, allerdings beschränkt sich meine kreativ Zeit auf ca. 3 Std. am Tag in denen ich aber auch erst noch Kind, Mann, Tiere und Haushalt erledigen muss. :-(
    Das ist oftmals sehr deprimierend, grad dann wenn ich sehe was alle anderen so tolles zaubern und ich es einfach nicht schaffe. :-( Schnief!

    Meine Notizen werden immer länger und die darauf festgelegten Priotitäten sind irgendwie alle dringend...weil ich die unwichtigen dinge schon garnicht mehr aufschreibe! *lach*

    hach ja....aber irgendwie gehts dann doch, wenn ich auf schlaf verzichte oder einfach mal einen sonntag die männer "rausschmeiße".

    In diesem Sinne, so haben wir alle unsere Päckchen zu tragen! ;-)

    LG Schnittchen

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  4. Ach ist das schön. Das es anderen genauso geht. Meine sind zwar größer. Aber heute war war bei uns Kakaoüberschwemmung auf dem Bett. Oben wurde aufgeräumt. Unten dafür die Küche gebombt.
    Ist eben überall das selbe.
    Lg Sandra

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  5. Wer kennt das nicht. Im nu ist der Tag vorbei. Zurück bleiben die vielen Ideen im Kopf, die sich auch noch ständig vermehren.
    Naja, genieße die Zeit mit deinen Kindern.
    lG Claudia

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    1. Danke Claudia, da hast du recht. Wenn man das bedenkt, sind diese wenigen Momente so kostbar und unbezahlbar.
      LG und ein schönes Wochenende

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