Montag, 2. Dezember 2013

Von Supermamas und anderen Heldensagen


Wer kennt das nicht, neidvolle Blicke, fassungslose Gesichter und ein kopfschüttelndes Nicken. (Schließlich ist man sich noch nicht ganz sicher, ob man das nun toll oder unnötig finden soll)
Also ein zustimmendes Kopfschütteln. 

Eigentlich ist es wie immer, wenn man sich mit anderen Müttern über die eigene und deren Freizeit- beschäftigungen austauscht. Ganz oben auf der Liste steht der Satz "Wann machst du das denn immer?" weiter unten der Kommentar "Lieber die Zeit sinnvoller mit den Kindern zunutzen". Oft fühle ich mich "abartig", fast wie ein Sonderling...seltsame Blicke auf mir, die auf und ab wandern..... Bewunderung? Neid? Mitleid? Ich weiß es nicht und kann es nicht zu ordnen. Manchmal mag man schon garnicht mehr darüber reden. Bei den ganzen verständnislosen Gesichtern. 

Mein Kopf arbeitet den ganzen Tag, von früh bis spät. Jeden Tag stelle ich mir die Frage, was wir kochen und bin schon ein Meisterkoch in vieler Augen, nur weil ich eine Soße ohne "Fixtüte" zu bereiten kann. Habe ich das gelernt? Mir vielleicht in einer Kochsendung abgeschaut? Und wieso mache ich mir diese Mühe, wenn es so einfach geht? Uns wurde doch jede Anstrengung abgenommen im Zuge des Fortschrittes. 
Beginne ich über die bösen Zusatzstoffe zu reden, dann bekomme ich nichts sagende Blicke ... "Wir sind doch alle gesund!" 

Apfelmus selbst einkochen? Was brauche ich dafür? Wie funktioniert das? Bin ich altmodisch, weil ich das kann? Lebe ich etwa im Gestern? Ein Kopfschütteln. All die Lebensmittel, die ich mühsam aus der Erde hole oder von den Bäumen pflücke. Liegen doch im Supermarkt bereit! Und vorallem, wieso und wann mache ich das eigentlich?

Einen Schal für sich gehäkelt? Das machst du auch noch? Wann? .... ja wann.... 

Du musst eine Supermama sein, du stresst dich nicht und jedes Problem, was die Umwelt an deinen Kindern diagnostiziert schulterzuckst du einfach weg und lässt es die Zeit heilen. Du hast den Kopf, Kochrezepte zu speichern, deinen Kindern vor zulesen und noch Zeit zunähen, zuhäkeln, zumalen, zuschreiben zu..... ja was auch immer du noch alles machst! 

Wann um alles in der Welt, machen wir das alles?

Ich habe darauf keine Antwort! Kein Wort für diese Selbstverständlichkeit.

Nur eine Gegenfrage,  was macht ihr in der Zeit, in der ich das andere mache? 

Ich bin keine Supermama! 

1 Kommentar:

  1. Daumen hoch! Alle beide! Du sprichst mir aus der Seele...
    Liebe Grüße
    Natalja

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