Donnerstag, 5. Dezember 2013

Schreiende Mütter sind fast so schlimm wie schreiende Kinder



Kennt ihr das, dass ihr etwas hört und es euch total beschäftigt, weil es ein schlechtes Gewissen in euch hervorruft und ihr die ganze Zeit überlegt, was ihr nur falsch gemacht habt?
Mir ging es heute so, denn am Abend zuvor las ich von einer „Studie“ in der ein „Forscherteam“ behauptete, herausgefunden zu haben, dass Kinder anschreien genauso „schlimm“ wie schlagen sei.
Wie sie das herausgefunden haben und ob sie dafür eine Kontrollgruppe angeschrien haben und die andere geschlagen, würde ich ja zu gerne wissen. 

Ich schlage meine Kinder nicht, aber es gibt Tage, da schreie ich sie an. Einfach, weil ich dann glaube, es könnte etwas nutzen. Tut es in der Regel nicht, es ist meist nur ein Zeichen für meine Erschöpfung oder Hilflosigkeit. Es sind Sätze, die ich mir eigentlich vorgenommen hatte, nie selbst zu verwenden.
„Hör doch endlich mal auf“  landet auf Platz eins, gefolgt von „Muss ich eigentlich alles 100 mal sagen?“ und auch „Es reicht nun ein für alle Mal“ findet noch Platz  auf dem Treppchen

Aber es gibt Sätze, die werden viel häufiger geschrien, nicht von mir, sondern von meinen Kindern.
„Durst!“, „Die Mathilda hat…“, „Meins!“, „Hungäääääääärrrrr!“, „Ich will aber…!“ oder einfach nur „aaaaaaa“
Und nun komme ich schon an den Punkt, an dem ich dem Forscherteam Recht geben muss, ja das fühlt sich manchmal an wie Schläge. Für mich. Meine Kinder schlagen mich verbal. Richtige Ohrpfeiffen. 
Morgens zum Beispiel, wenn sich die Mittlere schreiend vor unser Bett wirf und das Baby dabei weckt, fühlt es sich an, als ob ich mit einer Keule geweckt worden wäre.
Oder wenn das Baby sich eifersüchtig schreiend mit seinem Kopf zwischen mich und einem seiner Geschwister drängt, während ich es gerade tröste. Das fühlt sich an, wie wahre Kopfnüsse.

Meine Kinder schreien den ganzen Tag, oft ist es ihre normale Lautstärke, mit der sich kommunizieren. Auch sie haben offensichtlich das Gefühl, dass sie dann mehr Gehör geschenkt bekommen würden. 

Ich schreie an diesem Tag nicht. Es ist nicht so, dass ich jeden Tag schreie, aber ihr kennt das vielleicht, wenn ich eine eingebildete Supernanny neben mir stehen habe, bin ich die beste Mutter der Welt. Die Einbildung hält meist aber nicht lange an und am Abend schreie ich doch: „Hört doch mal auf zu schreien!“



In diesem Sinne wünsche ich euch eine besinnlich, ruhige Advendszeit, ohne schreiende Mütter und Kinder. 

Den Kranz habe ich selbst gestrickt, gefilzt, genäht!Die Kinder haben die Eicheln gefilzt und die Eichelhütchen gesammelt. Alles ohne Schreien und ich friedlicher Eintracht!

Das bringe ich heute noch zu RUMS




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