Dienstag, 22. Oktober 2013

Probelesen "Der GrummelGroll"

Hallo,
hier bekommt ihr meine erste kleine Kurzgeschichte über den "GrummelGroll", zuviel verraten möchte ich noch nicht. Bitte lest es in Ruhe und hinterlasst mir Kommentare, wie ihr es findet und ob es etwas für eure Kinder wäre. Bin dankbar für jede Rückmeldung von euch!


Der Grummelgroll

Es ist Nacht. Schon fast richtig dunkel. Im Zimmer von Fritz erkennt man nur noch verschwommen die Umrisse von seiner Kommode, dem Kaufmannsladen und den Bauklötzen auf den Boden.
Die hatte er Abends nämlich nicht wieder in die Kiste geräumt, wie seine Mutter ihn gebeten hatte.

Nein, er hatte wild geschrien und Radau gemacht. Die Zimmertüren geworfen und gegen den Schrank getreten. Nur, weil er nicht Aufräumen wollte. Schließlich hatte seine Mutter ihn ins Bett geschickt. Ohne Abendbrot und ohne einen Gute-Nacht-Kuss.

War es vielleicht gerade deswegen, warum Fritz heute Nacht so unruhig schlief? Wieso er sich hin und her wälzte? Schlecht träumte und meinte, er würde Geräusche in seinem Zimmer hören?

Ein leises Kratzen. Ein Nargen. Und wieder ein Kratzen. Fritz´s Augen wanderten die Zimmerdecke entlang und er musste sie richtig zukneifen, um in seinem dunkelen Zimmer etwas zu erkennen.
Doch er sah nichts! Nur immer dieses permanente Kratzen. Als würde Jemand an der Tapete reissen. Aber unmöglich, sein kleiner Bruder Willi war doch schon längst im Bett...

Schließlich überkam ihn doch die Müdigkeit und eh er sich versah, war es schon wieder hell in seinem Zimmer und alles war genau wie es am Abend davor war. Vor seinem Bett lagen die Klamotten vom Vortag und überall im Zimmer die Bauklötze.
Nun hatte er doch ein schlechtes Gewissen, so unruhig war seine Nacht. Nie wieder wolle er ohne einen Gute-Nacht-Kuss seiner Mutter ins Bett gebracht werden. Also kniete er sich in die Zimmermitte und fing an die Klötze aufzuheben. Da ging seine Zimmertür auf und Mutters Gesicht lukte durch den Türspalt. "Guten Morgen, mein Schatz!" lächelte sie ihn an, als wäre Gestern nie etwas gewesen. Fritz erhob sich und sah seine Mutter an, die nun ins Zimmer trat und ihn umarmte.
"Alles Gute zu Deinem Geburtstag, komm schnell, die Kerzen auf dem Kuchen brennen schon!"
Ja aber natürlich, heute war sein Geburtstag. Fritz ließ die Bauklötze aus den Händen fallen und stürmte an seiner Mutter vorbei. Raus aus der Tür, den Flur entlang ins Wohnzimmer. Da stand er, der große runde Kuchen mit den Kerzen. 1 – 2 – 3 – 4, zählte er für sich und war mächtig stolz, nun schon so groß zu sein. Auf den Kinderstuhl brauchte er nun nicht mehr. Der gehörte nun Willi. Seinem kleinen Bruder. Der brabbelte auch schon munter vor sich her und zerknatschte den Kuchen in seinen Händen... Ieeeeeeeeh, dachte Fritz.

Die Geschenke waren natürlich noch fast besser wie der gute Kuchen von Mutter. Aber auch nur fast. "Nun geht es aber noch in den Kindergarten, schließlich wollen die anderen Kinder dir auch zum Geburtstag gratulieren.", sagte sein Papa und räumte schon mal den Tisch ab, "und heute Mittag, da kommen ja deine ganzen Freunde!"

Fritz nahm seine Kindergartentasche und lief mit seiner Mutter in den Kindergarten. Der Vormittag ging so schnell rum. Zwischen der Bauecke und der Puppenecke flitzte Fritz hin und her und bemerkte garnicht, dass er bereits schon wieder abgeholt wurde. "Fritz deine Muuuutter!", riefen all die anderen Kinder.

Wieder Zuhause gab es ersteinmal Fritz´s Lieblingsessen. Willi schlief. Das passte Fritz ganz gut, da galt nämlich Mutters volle Aufmerksamkeit nur ihm und er erzählte und erzählte vom Kindergarten, als ob er mindestens 2 Tage ununterbrochen dort gewesen wäre.

Mit vollem Bauch ging Fritz glücklich in sein Zimmer, um sich seinen neuen Spielsachen zu widmen mit denen er nun ausgiebig spielen wollte, bis seine Gäste kommen würden.
Aber was war das? Die Zimmertür war zu und Drinnen,.... ja, hört doch fast selbst... so laut ist es! Da war es wieder. Dieses Kratzen aus seinen Träumen. Schon hatte er fast vergessen. Aber nun erinnerte er sich. Vorsichtig drückte Fritz die Klinge runter und schaute vorsichtig in sein Zimmer. Nichts.... Zwei Klötze lagen noch auf dem Boden. Aber sein Bett war frisch gemacht und die Fenster standen auf Kipp.
Vielleicht war er auch nur total übermüdet und bildetete sich das nur ein..., dachte Fritz und fing an zu Spielen.

"Bruuuuummmm......Kraaaaach und PEEEENG!", ertönte es und Fritz ließ die Autos nur so durch die Luft wirbeln. Er lag mit dem Bauch auf dem Boden und schubste die kleinen Metallautos aneinander. So fest, dass die schlimmsten Unfälle passierten und die Reifen ja nur so laut quitschten.
Dann sah er etwas, das war davor noch nicht da. Zumindest erinnerte er sich nicht daran, sowas jemals zuvor gesehn zu haben. Oder ist es ihm nur nicht aufegallen? Nein, das muss neu sein.
In seinem Zimmer war eine Tür. Ja wahrhaftig eine Tür. Nun fragt ihr euch, was ist denn so seltsam an einer Tür? Jedes Kinderzimmer hat eine. Eine Tür, durch die Mutter und Vater jeden Abend "Gute Nacht" sagen und die man so schön Knallen kann, wenn man schlechte Laune hat.


Nein...diese Tür war nicht wie jede andere Tür. Diese Tür war anders. Sie war gerade so groß wie Fritz´s Hand und rund und überhaupt und sowieso total seltsam. Fritz kroch auf dem Bauch liegend näher an die Tür. Wie lange er nun da lag und die Tür anstarrte... er wusste es garnicht mehr! Er klopfte an. Wie er auf die Idee kam, das fragt er sich heute noch. Aber an diesem Tag erschien ihm das als das Einzigste was er machen könne.. Aber, wie sollte es auch anders sein. Es passierte nichts! Nichts! Einfach Nichts! Es machte nur dumpf TOCK! Aber die Tür blieb zu. Und auch als Fritz die Luft anhielt und mucksmäuschen still da lag. Nichts... Kein Kratzen und kein Kruscheln. Einfach Nichts.
Die Tür schellte. Schnell nahm Fritz einen großen Plüschteddy und setzte ihn vor die kleine braune Tür an der Bodenleiste. Er sprang auf und rannte in den flur, wo schon die ersten Geburtstagsgäste ihre Jacken ablegten.

Und nun begann die Feier. Wild schreiend rannten die Kinder durch die Wohnung. Essen Kuchen und betranken sich mit Limo. Fritz riss dazwischen immer wieder Geschenke auf und lachte und lachte und lachte.... Was ein herrlicher Tag und ganz vergessen war die seltsame kleine braune Tür. Die kleine braune Tür, vor der Teddy wachte und ein skeptisches Gesicht machte.

Bis zu dem Abend als Fritz in seinem Schlafanzug an sein Bett trat und Teddy aufhob um ihn in sein Bett zu legen.... Da lag da etwas unter Teddy. Etwas eckiges Weißes! Vor der kleinen braunen Tür.
Ein Brief!, schoß es Fritz in den Kopf. Da lag ein Brief...
Von wem dieser wohl war? Etwa von dem / der / die / das, was nun hinter dieser Tür wohnte????



Das GrummelGroll - Set    Buch + Brief + Tür



Mehr Geschichten von Fritz und seinem GrummelGroll im nächsten Teil!

<3- lichst DanniHanni 

und ab damit zu CREADIENSTAG, weil wenn das nicht kreativ ist, dann weiss ich es auch nicht :D

Kommentare:

  1. Liebe Danni,

    wunderschön geschrieben und ich find die Idee mit den GrummelGroll mega schön auch die Geschichte dazu ist toll. Klasse Idee und ich glaub das es Kindern gefallen würde, morgen werde ich die Geschichte mal meinen Jungs vorlesen :-)


    VLG Lilly

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    1. Super, erzähl mir mal wie sie ihnen gefällt, Kinder sind ja immer so gnadenlos ehrlich

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  2. Hallo,
    Hab die Geschichte vorhin meiner Tochter 4 Jahre vorgelesen. Ihr hat die Geschichte sehr gut gefallen.

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    1. Danke Britta, ich schreibe auch noch eine Variante für Mädchen mit Feen :)

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  3. Hallo Danni Hanni,
    Du hast meine Tochter wirklich infiziert. Musste es ihr nun schon öfters vorlesen und sie gar kur vorhin zugeflüstert das sie hofft das es morgen weiter geht mit dem grummelgroll.
    Kann man die Geschichte denn bald kaufen oder wie geht es weiter?

    Lg
    Britta

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